Hel|den|mut, der

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Wenn ich an Heldenmut denke, kommen mir als erstes irgendwelche Märchenhelden in den Sinn, die ihr Leben für andere riskieren. Ich denke an Prinz Phillip, der für Dornröschen einen Drachen bekämpfte. Ich denke an Mulan, die in den Krieg zog, um ihren Vater zu beschützen. Ich denke an fiktive Geschichten. Geschichten, die sich jemand ausgedacht hat, um ein Ideal zu zeichnen, das in Wirklichkeit vollkommen unerreichbar scheint.

„Niemand liebt seine Freunde mehr als der, der sein Leben für sie hergibt.“ Joh 15,13

Wer von uns möchte das nicht? So sehr geliebt sein, dass jemand alles für uns tun würde? Ist es das, was uns so an Heldenmut fasziniert? Die Tatsache, dass es sich dabei um eine wünschenswerte, aber seltene Tugend handelt? Der Gedanke, dass jemand bereit ist alles, sogar sein Leben, für uns aufzugeben? Ist Heldenmut in unserer westlichen Gesellschaft überhaupt noch aktuell? Ich kann nur von mir sprechen, aber mein Leben strotzt nicht gerade vor Möglichkeiten mich zu retten.
Trotzdem hat es einer getan.
Ich habe einige Dinge getan, die nicht in Ordnung waren. Ich stehe vor Gericht und die Anklagepunkte nehmen kaum ein Ende. Das Urteil ist klar, bevor es verkündet wird: Todesstrafe. Für das, was ich auf mich geladen habe, gibt es keine Entschuldigung. Aber bevor das Urteil verkündet werden kann, tritt einer vor. „Ich nehme alle Schuld auf mich! Wenn ihr jemanden dafür bestrafen müsst, bestraft mich!“

Ja, Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten. Auf dieses Wort ist Verlass; es ist eine Botschaft, die vollstes Vertrauen verdient. […]      1. Tim 1,15

Zugegeben, in unserem deutschen Rechtssystem würde das wohl nicht ausreichen, aber vor dem göttlichen Richterstuhl ist das ein gültiger Tausch.

[Jesus Christus] hat sich selbst für uns geopfert und ist nach dem Willen Gottes, unseres Vaters, für unsere Sünden gestorben, um uns aus dieser bösen Welt, in der wir leben, zu retten.                                                                                    Gal 1,4

Hier haben wir unseren Helden, der sein Leben im Tausch für unseres gegeben hat.
Ist ihm das leicht gefallen, nur weil er Gottes Sohn ist? Nein. Im Lukasevangelium Kapitel 22 lesen wir von dem Abend an dem Jesus verhaftet wurde:

[Jesus] entfernte sich etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: »Vater, wenn du willst, dann lass diesen Kelch des Leides an mir vorübergehen. Doch ich will deinen Willen tun, nicht meinen.« Da erschien ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Aber er war von Angst erfüllt und betete noch heftiger und kämpfte so sehr, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.
Luk 22, 41-44

Jesus wusste, was ihn erwartete und er hatte Angst. Es war kein leichtes Opfer, das er am Kreuz gebracht hat, sondern er hat mit sich ringen müssen, um diese Sache durchzuziehen. Und dort im Garten Gethsemane hat er den nötigen Heldenmut aufgebracht, um den Weg bis zum Ende zu gehen – aus Liebe zu uns. Um uns zu retten.

Bei niemand anderem ist Rettung zu finden; unter dem ganzen Himmel ist uns Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden können.                                                                                                                                  Apg 4,12

Ich schreibe das allerdings nicht, um an dieser Stelle stehen zu bleiben. Ich möchte weitergehen und eine Konsequenz daraus für mein Leben ziehen und dich dazu ermutigen, das auch zu tun. Ich möchte für diesen Jesus, der sein Leben für mich gegeben hat, leben – mit Heldenmut!
Heldenmut kann für uns ganz unterschiedlich aussehen. Vielleicht bedeutet Heldenmut bei dir, dass du dich vor deinen Freunden als Christ outest. Vielleicht bedeutet Heldenmut aber auch, dass du dich vor flüchtigen Bekannten zu Jesus bekennst, sodass dieser Fakt ihr Bild, das sie sich von dir machen, mitprägt? Vielleicht heißt Heldenmut für dich aber auch die Kontrolle über alle Bereiche deines Lebens an Gott abzugeben und ihm in allem zu vertrauen. Wofür brauchst du Heldenmut?
Für mich ist es Heldenmut diesen Blog zu starten. Es ist eine Sache, dass die Menschen, die ich kenne und liebe, von meinem Christsein wissen, aber eine völlig andere, ihnen meine Gedanken und die Konsequenzen, die das in meinem Leben hat, so zur Schau zu stellen.
Aber bei aller Angst und allen Herausforderungen dürfen wir dieselbe Quelle anzapfen, derer Jesus sich im Garten Gethsemane bediente. Wir dürfen beten zu dem Gott der uns sagt:

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!                                                                                        Jes 41,10

In diesem Sinne kratze ich jetzt allen meinen Heldenmut zusammen und klicke auf „Veröffentlichen“ – für den, der für mich Heldenmut bewiesen hat!
Was möchtest du mit neuem Heldenmut angehen?

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2 Kommentare zu „Hel|den|mut, der

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