Weißer als Schnee

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Vor zwei Wochen war ich in der Schweiz Ski fahren. Nachdem sich die Nebelbrühe an unserem ersten Vormittag auf der Piste verzogen hatte, war das Wetter traumhaft schön. Strahlendblauer Himmel und Sonnenschein. Bei einer der Gondelfahrten war ich allein. Ich sah aus dem Fenster und schaute zu, wie eine vollkommen unberührte Schneedecke unter mir dahinflog. Die Sonne schien und ließ den Schnee glitzern. Es sah aus, als würden immer einzelne Eiskristalle das Licht der Sonne zurückwerfen. Sie blitzten kurz auf, dann wurden sie von anderen abgelöst, aber jeder Kristall durfte mal aufleuchten und erst zusammen ergaben sie dieses perfekte Bild.

„Wasche meine Schuld von mir ab, dann werde ich weißer sein als Schnee.“ ~Ps 51,9

Wir Menschen sind dafür geschaffen, Gott zu verherrlichen. Das Licht, das Er auf uns wirft, dürfen wir zurückwerfen, damit Er von der Welt um uns herum erkannt wird. Wie die Eiskristalle kann keine von uns von sich aus leuchten, sondern wir brauchen unseren himmlischen Vater, der uns anstrahlt. Aber wenn wir das zulassen, dann sind wir ein Teil Seines großen Bildes. Ein Teil dieser perfekten, unberührten Schneedecke. Dafür wäscht er unsere Schuld ab – damit wir mit unserem neu gewonnen Leben seine Herrlichkeit wiederspiegeln können.

Nachdem die Gondel etwas weitergefahren war, lag ein Teil der Schneefläche unter mir im Schatten. Das Faszinierende war, dass selbst im Schatten einige Eiskristalle aufblitzen. Nämlich die, die das Licht von den Kristallen in der Sonne einfingen.

„‚[…] Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Auch zündet niemand eine Lampe an und stellt sie dann unter ein Gefäß. Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, damit sie allen im Haus Licht gibt. So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.‘“ ~Mt 5,14-16

Gott hat uns dazu berufen ein Licht für die Welt zu sein. Ein Hoffnungsschimmer für die, die in Dunkelheit leben. Auch das können wir nicht alleine tun, aber mit Seiner Hilfe können wir Licht an die dunklen Orte der Welt tragen und dabei helfen, dass Sein Licht sich weiter ausbreitet. Wir sind das Licht der Welt. Wir dürfen anderen den Weg zu unserem Retter Jesus Christus zeigen.

Vor einigen Jahren bin ich mit ein paar Freunden von meinem Wohnort über das Feld zum Nachbarort gelaufen. Es war Nacht. Und es war Winter. Alles war mit Schnee bedeckt und obwohl keine Lampen auf dem Weg waren, haben das Mondlicht und die Reflektion des Schnees ausgereicht, damit wir unseren Weg problemlos finden konnten.

Wir sind weißer als der Schnee und wir sind dazu in der Lage Hoffnung zu schenken, Seine Herrlichkeit wiederzuspiegeln, Licht der Welt zu sein – wenn wir dazu bereit sind uns von Gott anstrahlen und benutzen zu lassen.

Das klingt wahnsinnig abstrakt und geschwollen, aber es kann so einfach praktisch werden:

Lasst uns Hoffnung schenken, indem wir Menschen in unserem Umfeld trösten; indem wir sie ermutigen; oder indem wir ihnen einfach zuhören und ihnen einen Ort geben, an dem sie zur Ruhe kommen können.
Lasst uns Gottes Herrlichkeit wiederspiegeln, indem wir Menschen mit Liebe und Freundlichkeit begegnen – selbst dann, wenn sie es unserer Ansicht nach nicht verdient haben.
Und lasst uns Lichter für die Welt sein, indem wir unseren Retter und Herrn in unserem Umkreis bezeugen, indem wir für Menschen beten und sie annehmen, so wie Jesus uns angenommen hat.

Gott wäscht deine Schuld ab und macht dich weißer als Schnee. Was fängst du damit an?

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