Kleine Taten der Liebe

Kindness

Oft leben wir, als müssten wir gegeneinander ankämpfen; als wäre
das Leben ein Wettkampf, in dem wir uns behaupten müssen. Aber wir
als Gottes Kinder sind dazu aufgerufen nicht unseren eigenen Vorteil
zu suchen, sondern unser Umfeld zu segnen. Zu diesem Thema durfte ich
einen Artikel von Yelena Bosovik übersetzen, wie er im Tirzah Magazine,
einem englischsprachigen Onlinemagazin, erschienen ist. Yelena hat das
Tirzah Magazine vor einem Jahr gegründet und schreibt dort regelmäßig
Artikel. Nebenher studiert sie Jura, aber sie hofft, 'Tirzah Magazine'
irgendwann hauptberuflich betreiben zu können. Den Artikel auf Englisch
findet ihr hier.

Letzte Woche, nachdem ich einen anstrengenden Tag auf der Arbeit hatte, habe ich über kleine Taten der Liebe nachgedacht. Manchmal sind das einfache Dinge, wie jemanden, der die Hände voll hat, die Tür aufzuhalten. Ein anderes Mal ist es jemandem, der bettlägerig ist, Essen vorbeizubringen. Diese Taten, egal wie groß oder klein, sind es, die einem Fremden oder einem engen Freund zeigen, dass sie uns wichtig genug sind, um ihre Lebenslasten etwas zu erleichtern.

Wie auch immer, als ich gerade dabei war mich darüber zu beschweren, dass on oben erwähntem Tag niemand etwas Besonderes für mich getan hatte, brachte mich eine kleine Stimme in mir auf das Gegenteil – mache ich das Gleiche für andere? Was tue ich, um das Leben der Menschen um mich herum zu erleichtern, um sie ein bisschen fröhlicher zu machen?

Das folgende Zitat habe ich letztens auf Tumblr gefunden und es brachte mich zum Nachdenken…

Meine Generation ist grauenhaft einsam, aber als Antwort darauf brauchen wir nicht noch ein Hand-out, nicht noch eine nette Geste oder eine bessere Bibellese. Wir brauchen nicht mehr Menschen, die kaum unseren Namen und unsere Adresse kennen oder sich sporadisch und von einer armeslänge Entfernung für uns interessieren. Wir brauchen große, neugedachte, Jesusähnliche Liebe und Menschen, die gewillt sind, sich selbst aufzuopfern sie mit uns zu leben. Wir brauchen Menschen, die uns genug lieben, um sich schmutzig zu machen. Sei tief darin verwickelt. Sei bedeckt in jemandes Tränen. Sei die Person, die mitten in der Nacht angerufen wird. Sei die Person, die die blutigen Details hört, wenn jemandes Ehe oder Karriere zerfällt. Sei die Person, die anderen die harten Fakten sagt, die sie hören müssen, aber die niemand aussprechen will. Sei die Person, die immer wieder jemandes Schlamm und Blut am ganzen Körper trägt. Sei die Person, die nachts nach Hause geht und sich etwas unwohl fühlt – nicht wegen deinem Verhalten oder Gedanken, sondern weil du nah genug an dem Verhalten oder den Gedanken jemand anderes warst. Sei ein Familienmitglied für die einsamen, verschmutzen Menschen dieser Welt und für meine Generation. – Josh Riebock

Gott ruft uns dazu auf unsere eigenen Leben und Bequemlichkeiten zu opfern, um Seine Werke zu tun. Dazu gehört Gutes zu tun und die Leben der Menschen um uns herum einfacher und gesegneter zu machen. Auch wenn dazu gehört das Oberteil, das wir tragen abzugeben, oder den Rest unseres Gehalts – das ist es, wofür wir erschaffen wurden.

Ich bin die erste, die zugibt, dass ich meistens nicht so lebe. Stattdessen versuche ich, mein eigenes Leben irgendwie besser, einfacher und erfolgreicher zu machen. An manchen Tagen, wenn ich einem Freund einen Gefallen tue, oder mich für eine Aufgabe freiwillig melde, freue ich mich für ein paar Minuten darüber, aber sobald diese Dinge mit meinem vollen Kalender oder meiner langen To-Do Liste kollidieren, werde ich unruhig, besorgt und frustriert. Plötzlich dreht sich wieder alles um mich und meine Bedürfnisse. An anderen Tagen fühle ich mich ausgenutzt – mein innerer Stolz bäumt sich auf, zeigt seinen hässlichen Kopf und erzählt mir, dass ich mehr verdiene und anderen zu helfen nicht mein Problem ist.

Und das ist so falsch. In einer Gesellschaft, die von Eigennutz bestimmt ist, sind wir als Christen zu Höherem berufen. Im Matthäusevangelium schildert Jesus folgendes Gespräch:

„Darauf wird der König ihnen antworten: ›Ich sage euch: Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen –, das habt ihr für mich getan.‹ Dann wird er zu denen auf der linken Seite sagen: ›Geht weg von mir, ihr seid verflucht! Geht in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; ich war ein Fremder, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und war im Gefängnis, und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.‹“ ~Matthäus 25,40-43

Für diese Woche möchte ich euch ermutigen ein paar Stunden, oder sogar nur ein paar Minuten, zu opfern um jemandem in deinem Leben etwas Gutes zu tun – Freunde, Familie oder Fremde. Schicke deiner Mutter Blumen. Biete an das Geschirr zu spülen oder Abendessen zu kochen. Lade eine Freundin, die eine schwere Zeit durchmacht, auf einem Kaffee ein und höre einfach zu.

Tu etwas um den Tag einer anderen Person etwas leichter oder schöner zu machen. Vielleicht braucht es dazu ein paar Minuten, Stunden oder ein paar Euro, aber es ist so viel mehr wert.

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