„In guten, wie in schlechten Zeiten“

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Ich bin zwar noch nicht verheiratet, aber ich glaube den Grundgedanken der Ehe habe ich verstanden:
Die Hochzeit ist der Beginn einer lebenslangen Beziehung.
Ein Schlüssel zum Gelingen liegt im Eheversprechen, welches auf die eine oder andere Art beinhaltet „einander zu lieben, in guten, wie in schlechten Zeiten.“
In guten Zeiten ist es leichter, dieses Versprechen einzuhalten, in schlechten Zeiten schwieriger, aber man ist sich bewusst, dass ein Beziehung, die ein Leben lang halten soll, Arbeit bedeutet. Das heißt, man ist bereit in sie zu investieren.
Hier ist die Theorie relativ einfach.
Aber wie sieht das mit unserer Beziehung zu Gott aus?
Wenn wir Jesus in unser Herz einladen, legen wir damit den Grundstein für eine lebenslange Beziehung!

Denn er [Jesus] möchte sie [die Gemeinde] ‚zu einer Braut‘ von makelloser Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann.                                                                                                                                   Eph 5,27

In meinem Leben ist es leider oft so, dass es mir in schlechten Zeiten schwer fällt, Jesus zu lieben. Selbst vor über tausend Jahren war diese Problematik schon bekannt:
Stellt euch das Volk Israel vor. In Knechtschaft sind sie in Ägypten. Sie arbeiten hart, werden unterdrückt. Eine schlechte Zeit für das Volk Gottes. Doch dann wird ein Mann von Gott berufen. Er soll zum Pharao gehen und ihn darum bitte, Israel freizulassen. Doch bevor er das erste Mal beim Pharao erscheint, spricht er zu Israel:

„Der Herr, der Gott eurer Vorfahren, ist mir erschienen – der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er lässt euch sagen: Ich habe auf euch geachtet und sehe, was euch in Ägypten angetan wird. Ich will euch aus Ägypten führen, wo ihr so unterdrückt werdet. Ich werde euch in das Land bringen, das die Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter bewohnen – ein Land, in dem Milch und Honig überfließen.“                                                      Ex 3,16+17

Die Reaktion Israels lesen wir in 2.Mose 4,31:

Als sie merkten, dass der Herr ihre Unterdrückung gesehen hatte und sich um sie kümmerte, knieten sie nieder und beteten den Herrn an.

Gott hat eine Leistung versprochen. Er hat versprochen, sie der Situation der Israeliten anzunehmen und das ist der Punkt, an dem sie den Herrn anbeten! Gott stellt den Israeliten eine bessere Zeit in Aussicht und da reagieren sie mit Liebe und Ehrerbietung.

Israel, freue dich an deinem Schöpfer. Ihr Einwohner Jerusalems, jubelt über euren König.                                                                                                                         Ps 149,2

Der Psalmist schreibt nicht „Jubelt, wenn ihr euch freut!“ oder „Jubelt, wenn Gott euch Gutes getan hat!“ Dieser Vers gilt zu allen Zeiten.
Gott liebt uns immer.
Gott vergibt uns immer.
Gott hört uns immer zu.
Gott ist uns immer treu.

Warum glauben wir, wir könnten in dieser Beziehung nur die „nehmende Partei“ sein? In einer Ehe ist es selbstverständlich, dass beide Partner etwas dazu beitragen.
Wieso ist uns dieser Gedanke bei Gott so befremdlich? Weil wir wissen, dass Er uns nie verstoßen wird? Ist nicht genau das schon ein Grund, ihn immer zu loben? Die Gewissheit, dass Er uns nie die Scheidung reichen wird?
Zwei Menschen, an denen wir uns ein Vorbild nehmen können, sind Paulus und Silas. In Apostelgeschichte 16 lesen wir, dass sie einen bösen Geist aus einer Frau ausgetrieben haben. Dafür hat man sie geschlagen und schließlich landen sie im Sicherheitstrakt eines Gefängnisses. Keine gute Zeit für die beiden.
Ich an ihrer Stelle wäre wahrscheinlich wütend auf Gott. Ich würde ihm Vorwürfe machen und ihn gleichzeitig bitten, dass er mich da wieder herausholt.
Bei Silas und Paulus lesen wir nichts davon. Stattdessen fangen sie an Gott Loblieder zu singen. In ihrer schlechten Zeit. Und Gott?
Er lässt die Erde beben, sodass die Fesseln und Türen einfach aufspringen.
Gott belohnt Treue und Ehrerbietung!
Wenn wir Gott auch in unseren schlechten Zeiten mit Lob begegnen, dann wird das positiv auf uns zurückfallen. Schon allein, dadurch dass wir weg von unseren Problemen schauen, hin zu dem, der größer ist, als alle Probleme, können wir neue Hoffnung schöpfen.
Gott hat versprochen uns treu zu sein. Lasst uns dieses Versprechen erwidern – denn wir haben einen Gott, der es wert ist gelobt zu werden!

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2 Kommentare zu „„In guten, wie in schlechten Zeiten“

  1. Hey,
    ich glaube nicht, dass wir Gott wirklich enttäuschen können. Er weiß doch alles über uns und kennt mein Herz wie kein anderer.Wenn ich ihn noch enttäuschen könnte, wie klein wäre er da?Wie groß und liebend ist er.Er liebt mich OBWOHL er schon um alle meine Fehler weiß. Mit diesem ganzen Päckchen nimmt er mich an.
    Lg

    1. Hi 🙂
      Da stimme ich dir voll und ganz zu. Kognitiv weiß ich das auch, aber trotzdem schlecht sich manchmal der Gedanke ein, ich hätte ihn enttäuscht. Wenn ich in der Schule ungeduldig mit meinen Schülern war, wenn ich meine Ängste über Ihn stelle… wenn ich enttäuscht von mir bin, denke ich manchmal, ich habe Ihn enttäuscht. Aus dieser Perspektive ist der Spruch geschrieben. In diesen Momenten ist für mich in erster Linie relevant zu wissen, dass ich immer noch geliebt bin. Erst in dieser Sicherheit komme ich zu Gott und er zeigt mir einmal mehr, dass er nicht enttäuscht von mir ist, dass ich ihn gar nicht enttäuschen kann, dass er in der Tat ein wunderbarer, anbetungswürdiger Gott ist.
      Liebste Grüße

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