Carpe diem!

Regen

Ich arbeite neben dem Studium in einem Kleidungsgeschäft. Das ist nicht immer besonders spannend. Oft ist es sogar echt anstrengend – vor allem, wenn es ein ganzer Tag ist. Eine Zeitlang hatte ich die Angewohnheit auf dem Weg zur Arbeit zu beten: „Herr, bitte mach, dass dieser Tag schnell vorbei geht!“

Das änderte sich, als ich über ein Gebet von John Eldredge stolperte. Darin hieß es:
„Ich weihe mein ganzes Leben dieser Friedensbotschaft. Zeige mir, wo sich deine gewaltige Geschichte entfaltet. Bewahre mich vor dem Irrglauben, dass das wichtigste Ereignis an diesem Tag der Feierabend ist.“

Bei diesem letzten Satz fühlte ich mich ertappt.

Paulus spitzt die Thematik zu. In seinem Brief an die Epheser schreibt er:

Gebt also sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht, wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit, gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben. ~Eph 5,15.16

Anstatt zu hoffen, dass die Zeit schnell umgeht, sollten wir sie bestmöglich nutzen!
Wie oft wünschen wir uns, dass etwas Unangenehmes schnell vorbei geht? Oder vielleicht bin das auch bloß ich. Aber ich muss gestehen, dass ich mir schon gewünscht habe, ganze Monate lägen bereits hinter mir. Wäre doch nur endlich die Prüfungsphase vorbei! Hätte ich doch bloß das Praktikum schon hinter mir!

In meiner Oberstufenzeit dachte ich, ich könne erst richtig mit Gott loslegen, wenn ich die Schule hinter mir hätte. Erst dann kann Gott mich gebrauchen. Allerdings könnte ich im Studium das Gleiche sagen. Wenn ich erst meinen Abschluss habe und arbeite, dann habe ich die Möglichkeit, mich für Gott einzusetzen! Und ich könnte wetten, dass es einmal nicht anders aussieht: Wenn ich endlich arbeite, wenn ich verheiratet bin, wenn ich eine Familie habe, wenn die Kinder aus dem Haus sind…

Warum glauben wir immer, wir könnten in der aktuellen Lebensphase nichts für Gott tun? Natürlich können wir auf die Zukunft warten. Darauf, dass wir in einer Lebenssituation sind, in der wir Gott besser dienen können. Aber warum dienen wir ihm nicht schon hier und jetzt mit den Mitteln, die wir haben?

Aber welche Mittel haben wir? Karsten Wagner schreibt:

„[Den bestmöglichen Gebrauch von unserer Zeit machen] bedeutet zunächst also, das, was wir gerade tun, richtig zu tun – mit ganzem Herzen“
Ganz egal, in welcher Lebensphase wir uns gerade befinden, wir können die Dinge, die wir tun mit dem Herzen tun; und wir können sie für und mit Gott tun.

Inzwischen bete ich vor der Arbeit, dass Gott die vielen Leute, denen ich auf der Arbeit begegne, segnet; dass ich ihnen ein Segen sein kann, indem ich ihnen helfe zu finden, was sie suchen oder ich einfach freundlich zu ihnen bin. Und ich mache meine Arbeit mit ganzem Herzen, indem ich sie sorgfältig mache. Natürlich klappt das nicht immer, aber mit Gottes Hilfe immer ein bisschen besser.

Lasst uns die Momente, die Gott uns schenkt nutzen, anstatt sie zu vergeuden oder fortzuwünschen. Denn die einzige Zeit, in der wir Gott tatsächlich dienen können, ist dieser Moment. Jetzt. Jetzt. Jetzt.

Wie willst du von deiner Zeit bestmöglich Gebrauch machen?

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