Jesus ist kein Add-on

Add-onVorige Woche ist die Mutter von ein paar Menschen gestorben, die mir sehr am Herzen liegen. Sie hatte Krebs und im Endeffekt ging alles unheimlich schnell. BAM – da wird uns unsere Sterblichkeit vor Augen geführt. RATSCH – das Loch ist gerissen. ZACK – die Lücke, die sie lässt, ist entstanden. Von einem Moment auf den Anderen ist alles anders.
Aber durch den Schmerz und durch die Trauer ruft eine Stimme:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ ~Johannes 11,25

Mir haben die letzten Tage vor Augen geführt, dass alle Hoffnung in der Wiederauferstehung liegt. Das Wissen, das sie es besser hat, dort wo sie jetzt ist und das Wissen, dass wir sie einmal wiedersehen werden, sind der Silberstreif am Horizont.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie so ein Schlag ohne dieses Wissen zu tragen sein kann. Und mir ist die Tragweite dessen, was Jesus für uns am Kreuz getan hat, neu bewusst geworden.

Ich lebe mein Leben mit Jesus und es liegt mir am Herzen, dass auch andere Menschen Jesus kennenlernen. Aber warum? Damit er sie durch ihr Leben trägt? Damit sie wissen, dass sie geliebt und wertvoll sind, egal, was die Welt ihnen sagt? Damit sie jemanden haben, der ihnen immer und zu aller Zeit zuhört? Damit ihr Leben erfüllter ist? Ist es das, worum es beim Christentum geht?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich manchmal so lebe. Dass ich so lebe, als ginge es Jesus um mein Leben hier auf der Welt. Aber der Hauptgrund, aus dem Jesus ans Kreuz gegangen ist, liegt nicht darin uns ein besseres Leben VOR dem Tod zu ermöglichen! In erster Linie ist Jesus ans Kreuz gegangen, um unser Leben NACH dem Tod zu ändern! Um es uns zu ermöglichen, die längste Zeit unseres Lebens, die Ewigkeit, bei unserem liebendem Vater im Himmel zu verbringen.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. ~Johannes 3,16

Paulus sagt am Ende seines Lebens:

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und bin im Glauben treu geblieben. Nun erwartet mich der Preis – der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir am großen Tag seiner Wiederkehr geben wird.“ ~2. Timotheus 4,7+8

Das ist das Ziel unseres Lebens, auf das wir unseren Blick richten sollten. Es geht nicht darum, mit Gott ein angenehmes Leben zu führen – allein im Hier und Jetzt. Es geht darum den Lauf zu vollenden – mit seiner Hilfe.

Jesus ist nicht bloß ein Add-on, ein Nice-to-have. Er ist keine Option, wie man sein Leben besser machen kann – auch wenn es manchmal in unserer westlichen Welt, in der es so einfach ist Christ zu sein, so scheint.
Es gibt Menschen, die scheinen alles zu haben. Sie haben eine Familie, in der sich alle gut verstehen. Sie haben einen Freundeskreis, auf den sie sich verlassen können. Sie haben finanzielle Sicherheit und im Studium funktioniert alles so, wie es soll. Wofür brauchen diese Menschen noch Jesus?

Sie brauchen ihn aus demselben Grund, aus dem der Heroinabhängige auf der Parkbank, der Obdachlose in der Schlange bei der Tafel, die alleinerziehende Mutter an der Supermarktkasse und aus dem ich ihn brauche. Weil nur er es uns ermöglicht, zum Vater zu kommen.

Lasst uns den Blick wieder auf das richten, worauf es ankommt. Lasst ihn uns lösen von unseren Problemen und Herausforderungen des Lebens, und auf das Ziel schauen: Die Ewigkeit in der Gegenwart unseres himmlischen Vaters – und lasst uns so viele wie möglich dahin mitnehmen!

{Foto}

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s