5 Gründe zu tun, was Gott dir auf’s Herz legt

Trau dich zu träumen pixabay comIch habe mir früher oft gewünscht, dass Gott irgendetwas Cooles mit meinem Leben anstellt. Dass er mich auswählt, um seinen Dienst zu tun, um sein Reich zu bauen. Nicht, dass ich ihm etwas dafür zu bieten gehabt hätte, aber hey, das hatten Abram, Mose, Rahab, Petrus und Co. doch auch nicht, oder?

Die Wahrheit ist, es ist viel leichter, Gott zu dienen, als ich gedacht habe – und gleichzeitig viel schwerer. Möglichkeiten gibt es viele: die Gründung oder Mitwirkung in einer christlichen Hochschulgruppe, das Einrichten einer Gebetsgruppe im Freundeskreis, der Start eines Blogs wie diesem… Die Möglichkeiten sind unzählbar.

Manchmal haben wir so eine fixe Idee. Wir malen uns in Gedanken aus, wie sie umgesetzt werden könnte, stellen uns vor, wie viele Menschen wir damit erreichen könnten, was dadurch alles bewegt werden könnte…
Aber wenn du nur ein bisschen so bist, wie ich, dann hast du diese Idee auch genauso schnell wieder verworfen. „Das ist viel zu groß für mich. Wie soll ausgerechnet ich das denn umsetzen? Dafür gibt es bestimmt geeignetere Menschen.“

Es bleibt beim Wünschen, Träumen und Vorstellen. Es wäre schon cool, aber wir haben gute Gründe, die dagegen sprechen, das zu tun, was uns auf dem Herzen liegt. Es wäre nicht vernünftig, es kann doch gar nicht funktionieren.

Aber vergessen wir da nicht einen wichtigen Faktor? Was sagt Gott dazu?

Als mir Ende letzten Jahres der Gedanke kam, diesen Blog zu starten, hatte ich viele gute Gründe, es nicht zu tun – aber Gott hatte für jeden ein Gegenargument. Ähnlich ging es mir auch, als ich mich plötzlich als Teil der Leitung unseres Teenykreises wiederfand. Aber auch hier wiegen Gottes Argumente schwerer, als jede Ausrede, die ich finden könnte:

    1. „Ich bin zu jung!“

      Niemand hat ein Recht, auf dich herabzusehen, nur weil du noch jung bist. Sei den Gläubigen ein Vorbild in allem, was du sagst und tust, ein Vorbild an Liebe, Glauben und Reinheit. ~1. Timotheus 4,12

      Wir müssen nicht erst 30 sein, eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen können, damit Gott etwas mit uns anfangen kann. Das Alter hat vor Gott nichts zu sagen, ihm kommt es auf unser Herz an und darauf, dass wir unser Bestes geben, ihm zu dienen und damit so gut wir können ein Vorbild für andere sind.

 

    1. „Ich bin noch nicht gut genug dafür!“

      Lass mich dir eine Frage stellen: Wann sind wir jemals gut genug für Gott? Wenn uns statt dreimal am Tag nur noch dreimal die Woche eine Notlüge über die Lippen kommt? Wenn wir uns jeden Tag eine Stunde in Gottes Wort versenken? Gibt es eine Skala, die sagt: Du kannst 25 Bibelverse auswendig, du darfst einen Hauskreis leiten, ab 100 Versen sind wir gut genug unseren eigenen Dienst zu starten?

      Noch einmal: Durch Gottes Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. Sie gründet sich nicht auf menschliche Leistungen, sodass niemand vor Gott mit irgendetwas großtun kann. Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen. ~Epheser 2,8-10

      Wir sind nicht gut genug. Es ist Gottes Geschenk, aber er lässt uns an dem teilhaben, was er schon vorbereitet hat.

 

    1. „Ich kann das doch gar nicht.“

      Und Jonathan sprach zu seinem Waffenträger: Komm, lass uns zu dem Posten dieser Unbeschnittenen hinübergehen! Vielleicht wird der Herr durch uns wirken; denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu retten! ~1. Samuel 14,6

      Jonathan hatte die Einstellung, die ich mir für mein Leben wünsche. „Hey, lass es uns versuchen. Wir sind so oder so von Gottes Segen abhängig!“ Für Gott ist es nicht wichtig, wie begabt oder wie schlau wir sind. Er nutzt das, was wir ihm bringen, aber dafür müssen wir ihm etwas bringen!

 

    1. „Ich habe neben Studium etc. gar nicht genug Zeit dafür!“

      Wenn wir etwas für Gottes Reich tun wollen, erfordert es immer Einsatz. Wenn wir einen Gebetskreis ins Leben rufen wollen, muss uns bewusst sein, dass wir uns regelmäßig die Zeit dafür werden nehmen müssen. Ich muss mir die Zeit nehmen um neue Artikel für den Blog zu schreiben. Wenn wir mit anderen zusammenarbeiten muss zudem ein Termin gefunden werden, der für mehrere Menschen passt, was uns weiter einschränken kann. „Jaa, die Leute in der Bibel hatten ja auch nichts anderes zu tun, als Gott zu dienen. Die mussten nicht für Prüfungen lernen. Die mussten nicht zusätzlich Geld verdienen…“ Aber das stimmt nicht für alle!

      […] und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen [Prizilla und Aquila, ein Ehepaar aus Korinth] und arbeitete; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher. Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen. ~Apostelgeschichte 18,3-4

      Paulus, der große Paulus, der als einer der größten Missionare überhaupt in die Geschichte eingegangen ist, hat neben seinem Dienst gearbeitet, wie ein ganz normaler Mensch. Wie du und ich. Wenn uns etwas wirklich am Herzen liegt, werden wir uns die Zeit nehmen können – und dürfen dafür an Gottes Reich mitbauen!

 

  1. „Was denken wohl die anderen?“

    Als es darum ging, diesen Blog zu eröffnen, war dieser Punkt mein größtes Hindernis. Ich machte mir Sorgen, wie meine Freunde und Bekannten darauf reagieren würden, was sie denken würden. Aber während ich darüber betete und mit dem Gedanken rang, ließ mir Gott zwei Verse wichtig werden:

    […] ich diente ihm, auch wenn das oft mit Tränen verbunden war und mein Glaube wegen der Angriffe der Juden auf eine harte Probe gestellt wurde. Ihr wisst auch, dass ich euch nichts von dem verschwiegen habe, was gut und hilfreich für euch ist; ich habe euch alles verkündet und habe euch alles gelehrt, sowohl öffentlich als auch in den Häusern, in denen ihr zusammenkommt. ~Apostelgeschichte 20,19-20

    Auch Paulus Dienst wurde nicht von allen Seiten bejubelt. Es gab Menschen, die fanden ihn nicht nur komisch, sondern hatten sogar ein massives Problem mit ihm, aufgrund seines Dienstes. Aber für Paulus war viel wichtiger, dass er den Menschen erzähle, „was gut und hilfreich für [sie] ist“. Er wollte ihnen nichts Böses, sondern im Gegenteil, er wollte ihnen dienen, indem er ihnen zu einer lebendigen Beziehung mit unserem Retter verhalf. Mein Ziel ist es, den Menschen, die diesen Blog lesen zu helfen, sie zu ermutigen und sie näher an Gottes Herz zu führen. Wenn sie das nicht mögen oder nicht annehmen wollen, liegt das nicht in meiner Hand. Es kann passieren, dass ich bei manchen Leuten mein Ansehen verliere, dafür, dass ich versuche weiterzugeben, was gut und hilfreich ist. Aber das will ich in Kauf nehmen.
    Das, was wir zu sagen haben ist so viel wichtiger als unser Stolz! Der, den wir zu verkünden haben, hat selbst allen Stolz abgelegt. Lasst uns ihm ähnlicher werden und es ihm gleich tun!

Mein Gebet ist es, dass wir alle Ausreden fallen lassen und mit Mut die Dinge verwirklichen, die Gott uns auf’s Herz gelegt hat. Dass wir nutzen, was er uns gegeben hat und nicht erst darauf warten, bis die Umstände perfekt sind, wir Zeit haben oder wir uns für gut genug halten. Vielleicht hast du Recht: Du kannst das nicht. Aber unser Gott kann. Und unser Gott wird!

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5 Kommentare zu „5 Gründe zu tun, was Gott dir auf’s Herz legt

  1. Hallo Heldenmut4110, danke für diesen Artikel!! Es ist wirklich so das ich/wir oft Ausreden haben warum wir gerade jetzt das nicht tun können. Aber Gott hat uns dies als Aufgabe gegeben. Und wie du ja geschrieben hast, wir können nicht aber unser Gott kann. DANKE!!! Für diesen Text als Erinnerung aber auch Ermutigung!!

    1. Ich glaube wir neigen inzwischen dazu, neben dem ganzen „Jesus liebt uns und starb für uns“ zu vergessen, wie groß und mächtig er eigentlich ist. Aber beide Seiten sind richtig und wichtig: Gott kann und Gott wird durch uns handeln!
      Vielen Dank für deinen ermutigenden Kommentar!

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