Wollen, was Er will

Wollen, was er willIch hatte letztens ein Gespräch mit einer Freundin von mir. Es ging darum Gott wieder einmal mit unseren Herzen zu vertrauen – darauf, dass es einen Partner geben wird und darauf, dass Gott ihn zu seiner Zeit aufkreuzen lässt. Auf einmal sagte sie: „Ich habe Angst, dass Gott will, dass ich ehelos bleibe…“

Was ist, wenn Gott etwas von uns will, was wir auf gar keinen Fall wollen?
Gott liebt uns und weiß, was uns wichtig ist, aber was machen wir, wenn unsere Wünsche mit Gottes Plan nicht übereinstimmen?

Klar, wir wollen Gottes Plan für unser Leben, aber manchmal wird uns bewusst, wie weitreichend die Konsequenzen doch sind.
Wir denken, wir haben Gott unser ganzes Leben unterstellt und auf einmal fordert uns der Heilige Geist dazu auf in einer Situation gehorsam zu sein, die wir nie als problematisch empfunden haben – und plötzlich finden wir uns wider, wie wir mit Gott ringen und hoffen, er möge uns doch etwas anderes sagen.

Ich möchte euch von Jona erzählen. Gott forderte ihn dazu auf, nach Ninive zu gehen – einer heidnischen Großstadt – um dort die Leute zu warnen. Wenn sie nicht Buße tun würden, würde Gott die Stadt vernichten. Jona möchte das nicht, aber nach einer missglückten Flucht, einem Unwetter und dem ganzen Gezeter mit dem Wal (Jona 1-2), geht Jona nach Ninive. Und Ninive tut Buße. Und Gott verschont die Stadt.
Wunderbar! Hier könnte die Geschichte zu Ende sein. Aber es gibt noch ein viertes Kapitel von Jona. Und in diesem vierten Kapitel beschwert sich Jona bei Gott: „Ich wusste von Anfang an, dass du sie verschonen würdest – deswegen wollte ich auch nicht dahin!“
Und wir denken uns: ‚Ehm, Jona, Gott hat gerade seine unfassbare Gnade an einer ganzen Stadt erwiesen…worüber beschwerst du dich?

Jona beschwert sich, weil er einen anderen Plan hatte, als Gott. In diesem Fall wollte Jona die Gnade Gottes nicht mit den Heiden „teilen“.

Auch wir haben immer wieder Gründe, nicht zu wollen, was Gott will.

Vielleicht steht uns unser Stolz im Weg, wenn wir uns weigern zu vergeben oder einmal nicht auf unser Recht zu pochen.
Vielleicht steht uns unser Wunsch nach Anerkennung im Weg, wenn unsere Tops oder Hosen knapper werden, als der Anstand erlaubt.
Vielleicht steht uns unser Bedürfnis nach Wertschätzung im Weg, wenn der Heilige Geist uns dazu auffordert, unsere Freundschaften mit Männern auf den Prüfstand zu stellen.
Vielleicht steht uns unser Verlangen nach Selbstbestimmung im Weg, wenn wir uns weigern Gott dahin zu folgen, wo er uns haben will.
Vielleicht ist es unser fehlendes Vertrauen in Gottes Liebe, Güte und Vollkommenheit, wenn wir nicht aufhören können, die Augen nach einem Partner offen zu halten.

Jona war so wütend darüber, dass Gott Ninive verschont hat, dass er sich den Tod wünschte. Nehmen wir uns selbst und unsere Wünsche so wichtig? Glauben wir wirklich, dass ein Leben nach Gottes Plan nicht lebenswert ist? Warum weigern wir uns dann, seinem Weg voll und ganz zu folgen?

Er muss immer größer werden und ich immer geringer. Er ist von oben gekommen und ist größer als jeder andere. Ich bin von der Erde, und mein Verständnis beschränkt sich auf die irdischen Dinge. Davon kann ich sprechen. Er aber ist vom Himmel gekommen. ~Johannes 3,30-31

Ich glaube, dass Gott besser weiß, als ich, was gut für mich ist. Ich glaube, dass Gott dazu in der Lage ist, meine Bedürfnisse zu stillen. Ich glaube, dass Gott genug sein kann – wenn ich ihn lasse.

Und deswegen reihe ich mich bei Johannes ein, indem ich sage: „Er muss immer größer werden und ich immer geringer.“ Deswegen entscheide ich mich jeden Tag neu dafür ‚all in‘ zu gehen und ihm alles zu überlassen. Deswegen bete und ringe ich darum, zu wollen, was Gott für mein Leben will.

Was hindert dich daran, zu wollen, was Gott will?

{Foto}

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