Sei nicht eifersüchtig auf die Sünder

Glaubst duEs gibt Momente, da finde ich es ärgerlich, dass ich Christ bin. Dann nämlich, wenn ich daraus einen Nachteil ziehe. Wenn ich zum Beispiel gerne eine CD hätte und genau weiß, wo ich sie kostenlos bekommen kann – aber ich bin Christ, deswegen muss ich Geld dafür ausgeben. Oder, wenn ich auf Spaß verzichten muss. „Brichst du nachts mit ins Freibad ein?“ – „Nein, ich kann das mit meinem Glauben nicht überein bringen.“ Diese Momente sind nicht oft, aber es gibt sie. Ich weiß nicht welche Farbe und Form sie bei dir haben, aber ich bin mir sicher, dass jeder von uns immer mal an diese Grenzen stößt: „Eigentlich würde ich gerne, aber ich bin Christ.“

Genaugenommen war genau das der Grund, weshalb ich lange nichts mit Gott zu tun haben wollte. Ich wusste, dass Christsein beinhaltet meinen Willen einem anderen zu unterstellen – und das war es mir nicht wert…

Aber Gott kennt diesen Kampf in uns. Und er hat etwas dazu zu sagen:

Dein Herz sei nicht eifersüchtig auf die Sünder, sondern trachte allezeit eifrig nach der Furcht des Herrn! ~Sprüche 23,17

Auf den ersten Blick sieht das vielleicht so aus, als würde Gott uns hier billig abspeisen. „Schade, machste halt nicht, was du willst. Konzentriere dich einfach auf mich!“

Aber ich finde, da steckt viel mehr drin. Für mich steht dahinter die Frage, ob ich glaube, dass Sünder besser dran sind als ich. Glaube ich, dass Gott mir etwas vorenthält? Er hat mir seine Liebe schon so oft bewiesen. Glaube ich, dass er mich hinhält, indem er sagt, ich solle nach der Frucht des Herrn trachten?

Nein.

Ich glaube, dass Gott uns bittet unser Leben seinem Willen zu unterstellen, weil es gut für uns ist, nicht, um uns zu beschneiden. Er, der König über Himmel und Erde, der mich geschaffen hat und wie kein anderer kennt, er meint es gut mit mir und weiß auch, was gut für mich ist.

Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten. ~Markus 8,35

In einer Gesellschaft, die von Egoismus und Individualismus geprägt ist, sind wir dazu aufgerufen nicht auf unser vermeintliches Recht zu beharren. Wir wurden teuer erkauft – damit wir nicht mehr dieser Welt und ihren Zwängen angehören. Wir sind dazu aufgefordert unser Leben an den zurückzugeben, der dafür bezahlt hat. Jesus.

Lasst uns für unseren Herrn leben – in letzter Konsequenz. Lasst uns ihm alle Bereiche unseres Lebens übergeben im vollen Vertrauen darauf, dass er weiß, was er tut. Im vollen Vertrauen darauf, dass wir nicht zu kurz kommen werden und im vollen Vertrauen darauf, dass es sich lohnt.

Lasst uns unsere Energie darauf verwenden, sein Reich zu bauen, anstatt unsere Luftschlösser auszuschmücken, denn sein Reich ist ewig, aber unsere Luftschlösser vergehen.

Ich möchte uns dazu herausfordern und selbst zu überprüfen. Tun wir, was wir tun, um Gott zu ehren, oder damit wir es hier bequem haben? Lasst uns weise mit dem umzugehen, was wir haben. Mit unserer Zeit, unserem Geld, unseren Freundschaften, unserer Arbeit, unserem Leben.

Welche Bereiche in deinem Leben willst du Gott neu übergeben?

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Ein Kommentar zu „Sei nicht eifersüchtig auf die Sünder

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