Willkommen in Deutschland

Willkommen in DeutschlandDie Nachrichten sind voll davon. Soziale Netzwerke erwähnen es. Die aktuelle Flüchtlingssituation ist in aller Munde. Ich weiß nicht, wie du dazu stehst. Ob du informiert bist, oder das Ganze nur am Rande mitbekommst. Vielleicht hilfst du schon, wo du kannst, damit diese Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sich hier einfinden können. Vielleicht hast du aber auch Bedenken, dass Deutschland von lauter Ausländern überströmt wird, traust dich aber nicht, diese auszusprechen. Das ist nicht nur politisch inkorrekt, sondern auch schon gar nicht christlich, denkst du. Vielleicht interessierst du dich auch gar nicht dafür und denkst, das geht dich nichts an.

Ich bin mit Sicherheit kein regelmäßiger Nachrichtengucker, weiß längst nicht über alles Bescheid, aber das Schicksal dieser Flüchtlinge bewegt mich. Ich will und kann mir nicht vorstellen, was diese Menschen alles durchgemacht haben, um hier her zu kommen. Wie können wir da so kalt sein und uns „belästigt“ fühlen? Wie können wir, die immer in Sicherheit gelebt haben, da nicht Anteil nehmen?

Wir schreiben uns vielleicht Demokratie und Gleichberechtigung groß auf die Fahne, aber bedeutet das, dass wir in Deutschland keine Diskriminierung mehr finden? Die finden wir jetzt schon und allein durch mehr Ausländer wird sie wahrscheinlich nicht weniger.

Ich muss gestehen, dass ich mir da an die eigene Nase fassen muss. Vielleicht steinige ich niemanden, der eine andere Hautfarbe hat, aber Diskriminierung beginnt viel kleiner. Sie beginnt in unseren Gedanken, in denen wir vorschnelle Urteile fällen. Sie fängt da an, wo wir das Gefühl haben, unsere Meinung über Ausländer bestätigt sich. Sie fängt da an, wo wir um die Ausländer einen kaum merklichen Bogen machen, weil wir Angst haben, sie könnten uns irgendwie komisch kommen.

Diskriminierung ist oft subtil und uns selbst nicht mal voll bewusst, aber sie zermürbt. Sie isoliert und sie raubt Hoffnung und Freude.

Als Christen sollten wir einen anderen Maßstab setzen:

„Den Ausländer, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst. Denn ihr selbst wart einst Fremde in Ägypten. Ich bin der Herr, euer Gott.“ ~3. Mose 19,34

Lasst uns sensibel werden dafür, wie wir über andere denken. Lasst uns bewusst darauf achten, dass Gottes Liebe in uns sichtbar wird. Was könnten wir für ein besseres Zeugnis sein, als die Menschen in Not mit offenen Armen zu empfangen?
Lasst uns beten für die, die ihre Familien und Freunde zurücklassen mussten und für die, deren Verwandte die Flucht nicht überlebt haben.

Wenn Gott dir unsere Flüchtlinge aufs Herz legt, möchte ich dich ermutigen aktiv zu werden.
Wende dich an eine Flüchtlingsunterkunft in deiner Nähe oder erkundige dich, zum Beispiel nach Möglichkeiten Flüchtlingen Deutsch beizubringen.

Lasst uns Gott verherrlichen, indem wir Flüchtlinge in Deutschland liebevoll empfangen.

Weiterlesen:
Informationsportal zu Hilfsprojekten für Flüchtlinge in Deutschland
Der Rassist in mir [sehr lohnender Film zum Thema Diskriminierung]

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2 Kommentare zu „Willkommen in Deutschland

  1. Danke, für diesen Artikel. Ich bin auch nicht so der Nachrichten Schauer, doch ich verfolge die Situation mit denn Flüchtlingen. Und bin erschrocken wie so viele hart herzig sein können, vor allem auch Christen.
    Ich kann das nicht verstehen und versuche zu helfen wo ich kann.

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