Memo an mich selbst

erfüllungEs gibt Stolpersteine, über die fallen wir immer wieder. Lektionen, über denen wir nochmal und nochmal eine Runde drehen, aber irgendwie scheinen wir sie doch nicht richtig zu verstehen. Wir sagen uns immer wieder ‚Jetzt hab ich’s!‘, aber bei der nächstbesten Gelegenheit stehen wir wieder genauso dumm da wie vorher. Das sind nicht mal unbedingt besonders komplizierte Lektionen. Meistens sind es die Basics, die Grundlagen, Dinge, die eigentlich vollkommen logisch sind – und trotzdem kriegen wir sie nicht auf die Reihe.

Für mich ist einer dieser Stolpersteine die Frage, wo ich meine Erfüllung bekomme. Woher bekomme ich meine Kraft, meine Inspiration, meinen Trost. Die gut-christliche Antwort wäre: „Natürlich bei Jesus! Nur er kann mich wirklich glücklich machen. Er erfüllt mich und ist alles, was ich brauche.“

Manchmal ist meine Antwort auch ‚Jesus‘. In der Theorie ist sie das fast immer. Aber mein Verhalten ist ein anderes. Ich komme nach einem langen Tag nach Hause, fühle mich ausgelaugt und möchte gerne richtig ausspannen – und schaue dafür Grey’s Anatomy. Ich bin frustriert mit den Umständen in meinem Alltag – und fieber auf das nächste Wochenende hin, weil ich ihn da für ein paar Stunden hinter mir lassen kann. Mir geht es wunderbar – und ich schaue, dass ich mir eine neue CD kaufe, damit das Hochgefühl Grund hat zu bleiben.

Und was bleibt von all dem? Ich vergesse Gott und die Folge ist, dass es mir spätestens an Tag drei richtig mies geht. Ich fühle mich kraftlos, überfordert, einsam, unzufrieden – einfach unerfüllt. Unerfüllt, weil alles was ich tue den Hunger meiner Seele besänftigen. Unerfüllt, weil ich tagelang versuche, einen Löwen mit Karotten zu ernähren.

Wie oft führen wir uns die falsche Nahrung zu? Eigentlich weiß der Löwe, dass er sich von Fleisch ernähren sollte. Trotzdem schaut er, wie lange er den Veggie-Trip diesmal schafft, bevor er es nicht mehr aushält, Fleisch frisst und merkt, dass er dafür geschaffen ist, andere Vegetarier zu essen, statt vegetarisch vor sich hinzuvegetieren. Was für ein dummer Löwe.

Für mich aber ist Gottes Nähe beglückend! Mein Vertrauen setze ich auf den Herrn, ja, auf den Herrn. Alle deine Taten will ich weitererzählen. ~Psalm 73,28

Ich glaube wir alle erwischen uns ab und an dabei, wie wir versuchen, so einen Veggie-Trip durchzuziehen. Statt uns von Gott füllen zu lassen, stopfen wir uns voll mit Freundschaften, Serien, Essen, materiellen Besitz, Alkohol, Hobbies, Spiele, Beziehungen… Ich weiß nicht, worauf du deine Hoffnungen setzt. Worin du dich verstrickst, auf der Suche nach Erfüllung, Freude und Inspiration.
Aber ich weiß, dass du sie in der Welt nicht finden wirst. Den Hunger deiner Seele kann nur einer stillen. Jesus. Gut-christlich, aber wahr.

Lasst uns zu ihm kommen, mit allem, was uns beschäftigt. Lasst uns zu ihm kommen, egal, wie es uns gerade geht – ob wir fröhlich oder traurig sind, energisch oder ausgelaugt. Lasst uns zu ihm kommen, und uns von ihm erfüllen lassen.

Womit versuchst du das Loch deiner Seele zu füllen?

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