Ideen für ein Gebetstagebuch {Gebet}

GebetstagebuchGebet. In der Theorie ist das eines der zentralen Elemente unserer Beziehung zu Gott. Wenn es bei uns im Teenkreis um die Anwendung irgendeines Themas in unserem Leben geht, lautet meist die erste Antwort: „Wir können beten, dass Gott uns dabei hilft.“ In der Theorie ist das ganz einfach. In der Praxis tun sich allerdings viele Christen schwer. Wir beten, ja, aber wofür? Ich kenne es von mir, dass sich ein Riesenteil meiner Gebete um mich und meine Wünsche dreht. Dass Gebet auch heißt, für andere einzutreten, ist mir bewusst, aber in der Umsetzung hapert’s. Ein Gebetstagebuch hat mir geholfen Struktur in mein unordentliches Gebetsleben zu bringen.

Ich habe schon früher Gebetstagebücher angefangen, in denen ich mir Gebetsanliegen von Freunden und Bekannten aufgeschrieben, um auch dafür regelmäßig zu beten. Leider hat das selten länger als eine Woche gehalten, weil sich bis dahin so eine lange Liste hatte, dass ich gar keine Lust mehr hatte, sie täglich –im wahrsten Sinne des Wortes – herunterzubeten.

Mein Gebetstagebuch hilft mir motivierter und gezielter zu beten und ist im Endeffekt gar nicht nur für’s Gebet, sondern tatsächlich ein wichtiger Bestandteiler meiner Stillen Zeit geworden.

Das Buch (ein einfacher Ringordner mit verschiedenen Unterteilungen) besteht im Grunde aus zwei Teilen, dem Gebetsteil und (in Ermangelung eines besseren Wortes) dem allgemeinen Teil oder „Rest“.

Der Gebetsteil

Der Gebetsteil ist bei mir folgendermaßen unterteilt:

Unterteilungen Gebetstagebuch

  • Ich
    Hier befinden sich logischerweise meine persönlichen Gebetsanliegen (noch einmal unterteilt in langfristige z.B.: Referendariatsplatz und kurzfristige z.B.: neuer Nebenjob).

Ich Gebetstagebuch

Danke Gebetstagebuch

  • Bitte
    Hier sind spezifische, aktuelle Gebetanliegen, die nicht nur mich betreffen, z.B.: Masterarbeit von xy, Gesundheit von z. Außerdem habe ich in dieser Sektion einen Kalender, in dem Geburtstage, Prüfungen, wichtige Termine usw. eingetragen sind, für die ich an dem Tag beten kann.
  • Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag
    Und hier kommt der Teil, der das Ganze für mich so unglaublich praktisch macht: Jeder Wochentag steht für ein Thema, für das dann regelmäßig gebetet wird. Montags zum Beispiel bete ich für Heldenmut4110, für die Leser und dass der Blog zum Segen wird. Dienstags ist mein Hauskreis dran mit allgemeinen, wie auch aktuellen Gebetsanliegen, mittwochs bete ich für Freunde und Familie, donnerstags für Freunde von mir, die Gott noch nicht kennen…
    Dieser Teil kann vollkommen individuell an euch angepasst werden. Vielleicht nehmt ihr euch einen Tag Zeit, um für eure Arbeitsstelle zu beten, für euren Dienst in der Gemeinde, für die Gemeindeleitung und Pastoren, für unser Land und die Regierung, für verfolgte Christen – die Möglichkeiten sind endlos.

 

Der Allgemeine Teil

Im Allgemeinen Teil habe ich ebenfalls unterschiedliche Sektionen:

  • Reflektion
    Vielleicht wollt ihr auf Grundlage eurer Vision eine Checkliste erstellen, um regelmäßig zu überprüfen, ob ihr auf dem richtigen Weg seid.
  • SHAPE/Bibelstudium
    Hier halte ich fest, was ich aus den gelesenen Bibeltexten mitnehmen möchte.

SHAPE Gebetstagebuch

  • Wortstudium
    Wenn ich herausfinden möchte, was die Bibel zu einem bestimmten Thema (Gnade, Gottes Stimme hören, Ehe…) sagt, sammele ich das, was ich entdeckt habe, hier.
  • Buchstudium
    Hier habe ich einerseits eine Übersicht mit allen Büchern der Bibel, auf der ich abhake, welche Kapitel ich gelesen habe, andererseits mach ich hier meine Notizen, wenn ich ein bestimmtes Buch der Bibel unter die Lupe nehme.
  • Prophetie
    Träume oder Prophetien, die Gott zu mir oder durch andere in mein Leben hineingesprochen hat.
  • Journaling
    Abschnitt zum hörenden Gebet
  • Bücher
    Hier schreibe ich kurze book reports zu christlichen Büchern, die ich lese. Meine Leitfragen dabei sind „Was sind die wichtigsten Aussagen?“ und „Wie hat das Buch mein Leben beeinflusst?/Was möchte ich davon in meinem Leben anwenden und warum?“
  • Wachsen
    Artikel oder andere Ressourcen, die gerade mein geistliches Leben beeinflussen, kommen in diese Sektion.

Wachstum Gebetstagebuch

  • Prompts
    „Prompt“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Aufforderung“. Hier schreibe ich Aufforderungen bzw. Herausforderungen an mich selbst auch, die oftmals aus meiner Zweierschaft oder meines Mentorings heraus entstehen. Es geht also darum, welche Schritte ich gezielt gehen möchte.
  • Worship
    Lobpreis. Relativ selbsterklärend.

Seit ich das Buch habe, haben sich manche der Kategorien verändert. Einige wurden ersetzt, andere haben sich inhaltlich verschoben. Ich glaube diese Bücher können so unterschiedlich aussehen, wie wir selbst, da Gott ja auch zu jeder von uns eine eigene Beziehung führt.

Ich bete, dass du deinen Weg findest, deine Zeit mit Gott zu verbringen – ob mit Gebetstagebuch oder ohne.

Eine gesegnete Woche!

{Grundidee}

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5 Kommentare zu „Ideen für ein Gebetstagebuch {Gebet}

  1. Dein Gebetstuch scheint ja der Hammer zu sein!!! Ich hab es mal mit ein ganz einfachen Gebetstuch probiert kam aber nicht sehr weit. So nach 4 Wochen war es dann vorbei zu viel Stress. Doch ich will es wieder anfangen und dein Beitrag hat mich motiviert es noch mal zu probieren. Danke!!!!

    1. Das kenne ich sehr gut.
      Ich freue mich immer wieder über mein Gebetstagebuch – und wenn man es noch schön gestaltet, schlägt man es noch lieber auf 🙂
      Viel Spaß dabei und Gottes Segen!

  2. Ich finde das mit dem Gebetstagebuch eine gute Idee – Danke, dass Du da mal genauer geschrieben hast. Oft bleibt es ja nur bei vielen bei so allgemeinen Infos.

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