Worte

WorteIch bin ein Fan von Wörtern. Man kann tausend Dinge erschaffen, indem man sie immer wieder neu zusammensetzt. Manche Wörter können sich einem ganz neu erschließen, wenn man sie sich mal auf der Zunge zergehen lässt. „Begeistern“ ist zum Beispiel so ein Wort. Wenn jemand von etwas begeistert ist, dann hat er einen gewissen Geist inne, eine Leidenschaft für das, wofür er begeistert ist. Den Jack-pot hat man an der Stelle natürlich, wenn man von Gott begeistert ist und dadurch der Heilige Geist in uns wohnt. Aber Wörter können nicht nur erschaffen, sondern auch zerstören. Sie können einreißen, umschmeißen, angreifen, verletzten und sogar töten. Nicht umsonst sagt man „Ein böses Wort tut oft mehr weh, als ein scharfes Schwert.“

Jakobus beschreibt sehr bildlich die Zerstörungskraft, die unsere Worte haben:

So kann auch die Zunge, so klein sie auch ist, [oder die Worte, so leicht dahingesagt sie auch sind] enormen Schaden anrichten. Ein winziger Funke steckt einen großen Wald in Brand! Die Zunge ist wie eine Flamme und kann eine Welt voller Ungerechtigkeit sein. Sie ist der Teil des Körpers, der alles beschmutzen und das ganze Leben zerstören kann, wenn sie von der Hölle selbst in Brand gesteckt wird. ~Jakobus 3,5-6

Worte haben eine enorme Macht. Ein Schwert kann unseren Körper verletzten, aber Worte können unsere Seele verletzten. Ein Schaden, der viel weniger offensichtlich und viel schwerer zu heilen ist.
Genauso können ehrliche, aufrichtige Worte, Wahrheiten, die uns zugesprochen werden, ebensoviel heilsamer sein, als ein Pflaster es je könnte.

Ich frage mich manchmal, ob uns das so bewusst ist, wenn wir unbedacht irgendwas dahinplappern. Mir mit Sicherheit nicht.
Worte sind unsere stärkste Waffe, sowohl für den Angriff, als auch die Verteidigung. Wir sollten beginnen, darauf zu achten, was wir sagen.

Lasst uns lieber einmal mehr uns selbst auf die Zunge beißen, als im Zorn mit unbedachten Worten um uns zu werfen. Lasst uns lieber auf einen Lacher verzichten, als in Kauf zu nehmen, dass wir mit unserem Scherz jemanden tief verletzen. Vielleicht halten wir unseren Sarkasmus für ein stumpfes Buttermesser, aber wir können nie sicher sein, ob unser Gegenüber nicht nur noch einen kleinen Hieb benötigt, um in sich zusammenzufallen.
Lasst uns darüber nachdenken, was wir sagen. Unsere Worte haben Auswirkungen, die wir oft nicht überblicken können.

Ich sage euch: Alles, was ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein. ~Matthäus 18,18

Lasst uns unsere Worte benutzen, um zu lösen, um Menschen freizusetzen, um sie wieder aufzurichten, um sie zu befähigen. Lasst uns unsere Worte selbst in den Dienst Gottes stellen, damit er dadurch seine Werke vollbringen kann.

Und wenn du selbst nicht weißt, was du sagen sollst, oder wie deine Worte die Dunkelheit vor dir erhellen könnten, dann gibt es immer noch eine andere Art Worte. Eine, die die Macht hat, wirklich alles zu verändern, jeden einzelnen gebrochenen Halm wieder aufzurichten. Das sind die Worte, die wir an unseren Gott und König richten. An unseren Herrn, der unsere Gebete erhört und handelt, wenn wir ihn darum bitten – mit einfachen Worten.

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