Vom Streben nach Glück Perfektion

Unvollkommen

Perfektion. Eine Mitschülerin von mir während Schulzeiten meinte einmal, „perfekt“ sei ihr Lieblingswort, weil es schon so perfekt klinge. Aha. Was ist denn perfekt? Duden sagt dazu Folgendes:

per|fekt (Adjektiv)
frei von Mängeln, vollkommen

Achso. Vielleicht würde der gute Herr Duden seine Definition noch einmal anpassen, wenn er wüsste, dass heutzutage zu einem perfekten Outfit auch eine zerrissene Jeans oder verstrubbelte Haare gehören können. Frei von Mängeln ist das nicht. Sind Mängel nicht subjektiv?

Ich glaube, was genau „vollkommen“ ist, definiert jede von uns für sich selbst. Ich glaube aber auch, dass die meisten von uns Schwierigkeiten haben mit der Differenz zwischen „vollkommen“ und der eigenen Realität. Zumindest geht es mir so.

Ich glaube wir alle streben nach Perfektion – wenn auch in unterschiedlichen Bereichen: Uni oder Ausbildung, Beziehungen, Gemeinde oder Dienst, unser Charakter, unsere Beziehung zu Gott… Gut möglich sogar, dass wir in mehr als einem Bereich nach Perfektion streben – schließlich wollen wir ja alle irgendwie gerne ein perfektes Leben haben, oder nicht?

Aber was macht dieses Streben mit uns? Einfach. Es setzt uns unter enormen Druck. Vielleicht hast du dir das noch nicht ganz eingestanden, aber du wirst deinen perfekten Ansprüchen nie vollkommen genügen können. Weil wir nicht vollkommen sind. Mist. Und jetzt?

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. ~2.Korinther 12,9-10

Wir sind nicht vollkommen. Wir schaffen es nicht, ein perfektes Leben zu leben. Aber es gibt einen, der vollkommen ist, der heilig und perfekt ist, und der sich nichts sehnlicher wünscht, als dass wir ihm ähnlicher werden. Dass unser Charakter vollkommener wird, unser Glaube perfekter, wir heiliger. Und das passiert am besten in unserer Schwachheit. Dann, wenn wir fallen, wenn wir merken, wie unperfekt wir sind, kann Er wirken.

Wir denken, wir müssen alles selbst auf die Reihe kriegen. Aber Paulus sagt, er rühmt sich seiner Schwachheit, seiner Unzulänglichkeiten, seiner Imperfektion, weil dann Christus stark ist. Weil dann Christus anfängt uns zu perfektionieren. Um Grenzen zu verschieben, müssen wir erstmal an die Grenze kommen. Und wo wir sie nur müde abklopfen können, wird Christus unsere Grenzen weiten. Er wird uns helfen, perfekter zu lieben, perfekter zu dienen, perfekter uns selbst zu disziplinieren. Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, ist er stark.

„Deine Aufgabe besteht darin, dich weder gegen mein Schöpfungswerk in dir zu wehren, noch es beschleunigen zu wollen.“ ~Ich bin bei Dir, Sarah Young

Gott kann damit leben, dass wir noch nicht perfekt sind. Dann sollten wir das auch können. Verurteile dich nicht dafür, dass du immernoch strauchelst, sondern sei dankbar, dass Gott dir geduldig wieder aufhilft. Nur er kann uns helfen, unsere Unvollkommenheiten zu überwinden, aber dafür müssen wir ihn an uns heran lassen. Ohne seine Mithilfe werden wir immer unvollkommen bleiben.

Lasst uns unsere Unvollkommenheiten aushalten. Nur wenn wir sie annehmen können wir mit Gottes Hilfe an ihnen arbeiten.

unperfekt
Ein passender Tipp von einer Cornflakesschachtel…

 

 

 

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