Realitätscheck

Realitätscheck

„I don’t want to talk about You like You’re not in the room
I want to look right at You I want to sing right to You”
(Misty Edwards – Dove’s Eyes)

Vor Jahren habe ich diese Textzeilen zum ersten Mal gehört (für die weniger englischaffinen: „Ich möchte nicht über dich reden, als wärst du nicht mit im Raum. Ich möchte dich direkt ansehen und direkt für dich singen.“). Damals haben sie mich schon berührt und heute hat Gott mich wieder an sie erinnert.

Wie oft reden wir über Gott, ohne uns bewusst zu sein, dass er gerade bei uns ist. Wie oft freuen wir uns an der Schöpfung oder Gottes Segnungen, ohne uns bei Gott für diese kleinen Geschenke zu bedanken? Wie oft klagen wir, statt unsere Ängste und Sorgen direkt bei ihm abzuladen? Wie oft vergessen wir, Jesu Versprechen:

Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt. ~Matthäus 28,20b

„Ich bin bei euch. Jeden Tag!“ Bin ich die einzige, die Momente kennt, in denen sie sich jemand Vertrautes an die Seite wünscht? Die beste Freundin. Den bzw. überhaupt erstmal einen Partner. Manchmal wünschen wir uns jemanden, der uns zur Seite steht. Oftmals geht es nicht mal darum, dass diese Person etwas an der Situation ändern könnte. Man wünscht sich nur, dass jemand da ist. Jemand, mit dem man den Moment teilen kann, ob glücklich oder schmerzhaft. Jemand, der uns den Rücken stärkt, einfach nur, weil wir wissen, sie sind auf unserer Seite – und das macht uns mutig.

Wie viel anders könnte unser Leben aussehen, wenn wir uns der Realität der Gegenwart Gottes jeden Moment bewusst wären? Würden wir dann anders handeln?

Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind. ~Epheser 2,6

Wir sind mit Jesus Christus verbunden. Solange wir noch auf dieser Welt leben, werden wir nie vollkommen himmlische Umstände erleben. Aber es gibt ein schon jetzt! Wenn wir mit Christus verbunden sind, haben wir unseren Platz in der himmlischen Welt sicher – und dürfen auch so leben.

Wir dürfen allezeit in der Gegenwart Gottes sein. Wir dürfen uns bewusst sein, dass unsere Schuld vollkommen vergeben ist – auch die, die wir uns selbst nicht vergeben können. Wir dürfen uns von Gott einen unglaublichen Wert zusprechen lassen. Wir dürfen als Königstöchter leben. Wir dürfen aufhören mit anderen in Konkurrenz zu treten mit dem Gefühl uns behaupten zu müssen. Wir dürfen ein Stück des Himmels in dieser Welt sein.

Ein Grund, weshalb viele Deutsche Angst vor der derzeitigen Flüchtlingssituation haben, ist, dass die Flüchtlinge aus einem anderen Kulturkreis kommen. Sie haben Angst, dass ihre Kultur unsere verändert, dass es zu Angleichungen kommt, dass wir am Ende vielleicht unsere verlieren. Wahrscheinlich wird es Anpassungen geben. Wahrscheinlich wird sich die deutsche Kultur dadurch verändern. Wenn Kulturen aufeinandertreffen, wandeln sie sich.

Was ich sagen will ist folgendes:
Als Bürger des Himmels gehören wir einem anderen Kulturkreis an. Lasst uns unser Umfeld dadurch prägen, indem wir auch so leben. Wir vergessen so oft, wo wir herkommen und wo wir hingehören. Dabei könnte sich so viel ändern. In unserem Leben und im Leben der Menschen mit denen wir täglich in Kontakt kommen.

Lasst uns unsere Leben durchdringen lassen von der Wahrheit: Jesus ist jeden Tag bei uns, bis ans Ende der Welt.

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