Ein perfektes Leben

perfektes Leben

Hast du schon mal eines deiner Idole näher kennengelernt? Einen der Menschen, zu denen du aufschaust? Die du für komplett außerhalb deiner Reichweite hältst? Einen Menschen, den du bewunderst, insgeheim vielleicht beneidest und deren Leben du eigentlich gerne hättest? Ich weiß nicht, an wen du gerade denkst, aber ich weiß, dass es in meinem Leben mehr als nur eine Person gibt, auf die das zutrifft. Durch Facebook, Instagram und wie sie alle heißen, haben wir Teil an ihren Leben, dürfen Zeuge sein, wie sie das perfekte Silvester mit den perfekten Freunden feiern, dürfen zusehen, wie sie den perfekten Ring zur perfekten Verlobung vom perfekten Mann bekommen und sie schließlich die perfekte Hochzeit feiern. Wo bleibt unser perfektes Leben? Unser perfekter Studienplatz, unser perfekter Freund unsere perfekte Traumhochzeit?

Vielleicht geht es dir so, wie mir und du durftest einen dieser Menschen, denen alles zuzufallen scheint, kennenlernen. Und wenn es richtig gut lief, warst du dieser Person sympathisch genug, dass sie dir erzählt, wie es ist, ihr perfektes Leben zu haben. Und dann? Dann gibt sie dir eine 10-Schritte Anleitung, wie du auch so ein perfektes Leben bekommst. Oder nicht?
Nein. Wenn wir diese Menschen besser kennenlernen, machen wir meistens eine Feststellung: Eigentlich ist ihr perfektes Leben gar nicht so perfekt.
Wir stellen fest, dass ihre Familie genauso zerstritten ist, wie unsere, ihre Freunde ebenso fehlbar, wie die unseren und die Probleme, mit denen sie sich konfrontiert sehen, unseren zum Verwechseln ähneln. Manchmal würden wir sogar zu dem Entschluss kommen, dass wir unser eigenes Leben doch gar nicht so schlimm finden, im Vergleich zu dem, was diese Personen hinter sich haben.

Auf der anderen Seite, hast du vielleicht auch schon Menschen kennengelernt, die du auf den ersten Blick weniger spannend fandst. Klassisches 08/15 Leben, keine Action, nichts Besonderes. Vielleicht hast du auch einen solchen Menschen schon einmal besser kennengelernt und vielleicht ging es dir so wie mir. Vielleicht konntest du einfach nur staunen, beeindruckt, von der Tiefe dieses Menschen und was er erlebt hat. Einer dieser Menschen für mich ist mein Opa. Das Leben als Opa und Rentner wirkt nicht wirklich erstrebenswert, langweilig sogar. Aber wenn man ihm zuhört, sprudelt die Lebenserfahrung und Weisheit aus ihm heraus. Wenn er zu erzählen beginnt, was er mit Gott erlebt hat, kann ich nicht anders, als gebannt zuhören und ich weiß, das ist das Leben, das ich auch führen möchte. Ein Leben von Gott geleitet, ihm zur Ehre. Ein Leben, das vielleicht von außen nicht besonders glamourös wirkt, vielleicht nicht einmal lebenswert, aber welches Leben kann spannender sein, als eines, das unseren großen Gott von Tag zu Tag mehr begreift und erlebt?

Denn [der Herr] sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an! ~1.Samuel 16,7

Es gibt noch jemanden, der vor den Menschen kein besonders tolles Leben führte. Klar, er war bekannt und vor allem seine letzten Jahre waren bestimmt nicht langweilig, aber er wurde verachtet für sein Leben. Der Großteil der Menschen war kein Fan von ihm. Er starb den Tod eines Verbrechers. Unverdient zwar, aber die Schmach blieb doch.
Jesus führte kein Leben, das aus menschlicher Sicht perfekt war. Das Ganze gipfelte in seinem Tod, der die Niederlage schlechthin zu sein schien. Sein ganzes Lebenswerk war umsonst.

Aber Gott hatte eine andere Perspektive darauf. Gott wusste, dass der demütigende Tod am Kreuz mehr war als das. Dieser Tod war der Schlüssel zur Rettung der Welt. Die Menschen, nicht einmal die Jünger, konnten das zu diesem Zeitpunkt erkennen. Das, was vor Augen war, war das Ende eines aufrührerischen Lebens. Aber Gott sah sein Herz. Er sah, dass dieses Herz so rein war, dass es allem Anschein zum Trotz die Menschheit zum Heil führen konnte.

Natürlich werden wir es nicht schaffen ein vollkommen reines Herz zu haben. Wir werden immer wieder fallen. Aber streben wir danach eine perfekte Hülle zu schaffen oder arbeiten wir daran unser Herz zu dem Herzen Gottes anzugleichen? Verschwenden wir all unsere Energie darauf, dass die Menschen in unserem Umfeld denken, wir hätten ein wahnsinnig beneidenswertes Leben? Oder machen wir uns bewusst, dass uns die Anerkennung der Menschen nicht viel hilft, wenn wir keine Anerkennung bei Gott haben?

Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist. ~Römer 12,2

Lasst uns danach streben ein Leben zu führen, dass nach Gottes Maßstäben perfekt ist, statt in den Augen dieser Welt.
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Ein Kommentar zu „Ein perfektes Leben

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