Ein Plädoyer für den Heiligen Geist

Vor ein paar Tagen war ich mit ein paar Freunden im Park.  Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und wir unterhielten uns. Erst jetzt im Nachhinein denke ich, dass das wohl nicht nur ein schöner Nachmittag war, sondern auch einer, der wahrscheinlich mein Leben verändert. Wir sprachen an diesem Tag viel;  über Gott und vor allem über den Heiligen Geist und seine Rolle in unseren Leben, wir beteten gemeinsam, aber bei all dem hat mich ein Satz extrem zum Nachdenken gebracht:

„Der Heilige Geist wurde mir als Helfer zur Seite gestellt, warum sollte ich dann nicht mit ihm sprechen?“

Wann ist das passiert, dass wir Christen nichts mehr mit dem Heiligen Geist zu tun haben wollten? Wie oft klammern wir ihn aus unseren Leben aus? Wir beten zu Gott, dem Vater und zu Jesus, aber zum Heiligen Geist? Nein. Warum reagieren wir auf den oft so skeptisch? Haben wir nicht teilweise sogar Angst vor ihm? Wieso das? Schließlich hat doch Jesus selbst den Vater darum gebeten, dass wir den Heiligen Geist bekommen:

Und der Vater wird euch ´an meiner Stelle` einen anderen Helfer geben, der für immer bei euch sein wird; ich werde ihn darum bitten. Er wird euch den Geist der Wahrheit geben, den die Welt nicht bekommen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. ~Johannes 14,16-17

Doch wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Er wird nicht seine eigenen Anschauungen vertreten, sondern wird euch sagen, was er gehört hat. Er wird euch von dem erzählen, was kommt. Er wird mich verherrlichen, indem er euch alles offenbart, was er von mir empfängt. Alles, was der Vater hat, gehört mir; das habe ich gemeint, als ich sagte, dass der Geist euch alles offenbaren wird, was er von mir empfängt. ~Johannes 16,13-15

Der Heilige Geist lebt in uns. Er ist unsere direkte Verbindung zum Himmel. Er ist derjenige, der allein uns die Gedanken unseres himmlischen Vaters offenbaren kann.

Ich hatte mal ein Handy, das nach einer Weile angefangen hat zu spinnen. Wenn ich mit jemandem telefoniert habe, hat die Person am anderen Ende mich einwandfrei gehört, aber immer, wenn sie gesprochen hat, kam bei mir nichts an. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, so ein Ein-Weg-Telefon ist relativ nutzlos.

Aber genau so ist das, wenn wir den Heiligen Geist in unserem Leben ignorieren. Wir sprechen und Gott hört uns auch. Aber wir können nicht hören, was Gott uns sagen möchte.

Die Kommunikation mit einem Ein-Weg-Telefon ist nicht unmöglich. Wir können auf andere Wege als das Telefonieren ausweichen. SMS zum Beispiel. Oder wir lassen etwas durch eine dritte, erreichbare, Personen ausrichten. Aber es ist nicht die direkte Verbindung zu der Person, mit der wir eigentlich sprechen wollen.

Auch Gott findet andere Wege, um uns an seinen Gedanken teilhaben zu lassen, aber wie viel leichter wäre es, wenn wir die Verbindung nutzen würden, die er uns anbietet? Wie viel enger könnte unsere Beziehung zu Gott sein, wenn wir den Heiligen Geist als den ansehen würden, der er ist: Ein Teil der Dreieinigkeit. Gott mit uns auf dieser Welt, der uns genauso liebt und es genauso gut mit uns meint, wie Gott der Vater und Jesus der Sohn.

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