Wenn die To Do – Liste nicht kürzer wird

Seit einer Woche stecke ich mitten in meinem Umzug. Wie das bei Vielem so ist, wird mir auch hier erst bewusst, was alles dazugehört, wenn man einmal angefangen hat. Aussortieren, packen, Verträge kündigen, streichen und was noch nicht alles. Jeden Morgen wandert mein Blick zuerst auf meine To Do-Liste, zusammen mit einem Stoßgebet, dass sie bitte vollständig ist, und ich nichts vergessen habe. Ich sehe einen Berg von Dingen vor mir, die ich noch erledigen muss. Kaum ist etwas abgehakt, taucht schon wieder ein neuer Punkt auf, bis ich manchmal nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht.

Es gibt Zeiten, da ist das unser Alltag. Geschäftiges Gerödel, tausend Dinge, die erledigt werden müssen. Wir rennen von einer Aufgabe zur nächsten, aber alles, was wir abhaken, kommt uns vor wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Zisch. Verdampft. Der Stein ist noch da. Alles unverändert.

Wir legen uns ins Zeug, aber alles, was sich tatsächlich verändert, sind unsere Kraftreserven, denn die gehen langsam aber sicher zur Neige. Wir fühlen uns ausgelaugt und entmutigt und fragen uns, wie das jemals ein gutes Ende nehmen soll.

Wenn es das ist, was gerade deinen Alltag prägt, dann habe ich einen Geheimtipp für dich. Schon uralt, aber immernoch aktuell und gültig. Von Generation zu Generation weitergegeben und zurück geht er auf den König des Universums:

Denn so spricht der allmächtige Herr, der Heilige Israels: »Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden. Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein. Aber das wollt ihr nicht. ~Jesaja 30,15

Ich glaube, wenn wir einen Berg von Arbeit vor uns sehen, die Deadlines immer näher rücken, schalten wir in sowas wie einen Powermodus. Wir aktivieren alle unsere Kräfte, arbeiten effektiver und engagierter, pushen uns bis ans Limit und geben alles, was wir haben. Wir strengen uns mehr an denn je. Volle Kraft voraus. Irgendwie die Kontrolle behalten über unser Schiff in diesem unwegsamen Gewässer.

Dabei übersehen wir etwas ganz Entscheidendes. Unsere Kraft ist begrenzt und so vieles, was uns umgibt, liegt nicht in unserer Hand, sondern kann nur am Rande von uns beeinflusst werden. Aber wir sind nicht allein. Mit diesem Powermodus geht meistens ein Tunnelblick einher. Unser Sichtfeld verengt sich auf den Berg von Aufgaben, der bewältigt werden muss. Es gibt nur unsere To Do-Liste und uns. Aber das ist nicht wahr. Wir sind nicht allein. Unser heiliger Gott ist direkt neben uns. Mit uns mitten im Chaos. Und er ruft uns zu: „Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein!“

So paradox das klingt, aber wenn du dich gerade vor Arbeit nicht retten kannst, ist es glaube ich an der Zeit, dass du die Arbeit für einen Moment auf die Seite legst. Dass du still wirst, im Vertrauen darauf, dass Gott dir helfen wird, alles zu schaffen, was nötig ist.

Nimm dir etwas Zeit, um mal wieder in Ruhe Lobpreis zu machen und deine Gedanken auf die Größe unseres Gottes auszurichten. Schnappe dir deine Bibel und fülle dich neu mit den Wahrheiten, die Gott dir daraus zuruft. Werde einige Minuten still, um Gott in deinen Alltag einzuladen, um ihm zu danken dafür, dass er da ist und die Dinge in der Hand hält. Rede mit ihm über das, was dich beschäftigt und lasse dir von ihm neuen Mut zusprechen und deine Kraftreserven wieder auffüllen.

Ich weiß nicht, welche Herausforderungen gerade vor dir liegen, aber ich möchte dich ermutigen, sie nicht alleine anzugehen. Lasst uns unseren Powermodus abschalten und stattdessen die Dinge mit Gottes Hilfe angehen. Lasst uns still werden und vertrauen, dass Gott es besser weiß, dass er unsere Umstände fester in der Hand hält, als wir es je könnten, und im Vertrauen darauf, dass er auf unserer Seite steht.

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