Original oder Kopie?

Hawaii ist ein wunderschönes Stück Land. Wo man auch hinschaut, die Natur wirkt etwas roher, die Formen etwas kunstvoller und die Farben etwas kräftiger, als auf dem Rest des Planeten. Nie zuvor habe ich so viele atemberaubende Sonnenuntergänge und perfekte Regenbögen gesehen. Natürlich habe ich versucht so viel, wie möglich, von dieser Schönheit einzufangen und mitzunehmen, aber bei alldem musste ich eins feststellen: So schön das Foto auch ist, es schafft es nie, die ganze Herrlichkeit einzufangen. Selbst HDR gelingt es nicht, die volle Farbpracht zur Geltung zu bringen, und auch Panoramafotos versagen, wenn es darum geht, mehr als einen kleinen Ausschnitt des beeindruckenden Anblicks abzubilden.

Als ich mal wieder frustriert ein Foto betrachtete, welches nicht annähernd so schön war, wie die Realität, drängte sich mir ein Gedanke auf: Das Original ist immer schöner. Die Farben, die Bewegung, die Kraft; meine Versuche, das zu reproduzieren und festzuhalten, endeten immer mit einem schwachen Abklatsch. Dabei kam mir ein  weiterer Gedanke. Wie oft versuche ich, etwas zu reproduzieren und bin letzten Endes frustriert, weil das Ergebnis nicht so schön ist, wie das Original, dem ich nachgeeifert habe?

Manchmal versuchen wir, jemandes Kleidungsstil zu kopieren, die Art, wie jemand spricht, sogar jemandes Tages- bis hin zum Lebensplan. Es dauert nicht lange, bis wir uns ziemlich schlecht fühlen. Der neue Kleidungsstil ist nicht authentisch, die Routine eines Morgenmenschen für eine Nachteule eine Qual.

Ich sage nichts dagegen, sich Vorbilder zu nehmen, oder aus den Erfahrungen anderer Menschen zu lernen. Aber ich glaube, dass wir das mit einer gesunden Grundeinstellung tun müssen. Versuchen wir dabei, an uns zu arbeiten, oder versuchen wir, uns zu ersetzen?

Ein Freund von mir hat mal gesagt: „Um Künstler zu werden musst du anfangen, mit deinem Entwurf zu arbeiten, statt ihn jedes Mal wegzuwerfen und von vorne zu beginnen.“

Wenn also jemand mit Christus verbunden ist, ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden. ~2.Korinther 5,17

Siehst du dich als eine neue Schöpfung?

Als du Jesus dein Leben gegeben hast, war es, als hätte er dir ein neues Blatt Papier gegeben, auf dem er gemeinsam mit dir malen will. Trotzdem kann es passieren, dass wir anfangen, andere Bilder abzumalen, statt unser eigenes Bild mit Jesus zu zeichnen. Gott, der diese wunderschöne Welt geschaffen hat, will mit dir aus deinem Leben ein wunderbares Kunstwerk ihm zur Ehre machen. Er hat grandiose Idee – nur für dich! Es gibt keinen Grund, andere Kunstwerke zu kopieren. Wir können uns bei anderen Inspiration holen, Techniken abschauen; aber diese Techniken sollten dazu dienen, unser eigenes Bild noch schöner zu malen, als das einer anderen Person besser zu kopieren.

Lasst uns aufhören, andere zu imitieren. Lasst uns entdecken, was Gottes brillante Ideen für unsere Leben sind und lasst uns mutig am Original arbeiten, statt frustriert Kopien zu erstellen. Hab den Mut, dein eigenes Bild zu malen!

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