Es ist vollbracht!

Ein Königssohn verlässt seinen Thron. Er lebt unter den Seinen, die ihn ablehnen und ihn schlussendlich wie einen Verbrecher hinrichten. Sie nageln ihn an ein Kreuz, durchbohren seine Hände und Füße. Allein. Verlassen. Hoffnungslos. Kraftlos spricht er seine letzten Worte. Man kann sie kaum verstehen. Verflucht er diejenigen, die ihm das angetan haben? Ruft er ein letztes Mal um Hilfe? Nein. Es sind Worte des Triumphes: „Es ist vollbracht!“

Vollbracht. Das bedeutet fertig. Erledigt. Geschafft. Abgehakt.

Mit anderen Worten: Deine Schuld ist bezahlt.

Wenn ich mein Leben anschaue, muss ich allerdings feststellen, dass ich nicht immer so lebe. Ich ertappe mich, wie ich Jesu letzte Worte nicht erst nehme. Ich leugne sie nicht, aber offensichtlich kann ich sie auch nicht ganz glauben.

Wenn ich meinen Schülern wieder einmal lieblos begegnet bin, wenn ich einmal mehr meine Mitmenschen verurteile und mich über sie erhebe, wenn ich Jesus schon wieder kurzfristig vom Thron meines Herzens gestoßen habe, habe ich oft das Gefühl etwas wiedergutmachen zu müssen. Etwas zwischen mir und Gott wieder in Ordnung bringen zu müssen.

Dieser Gedanke quält mich. Er legt mir eine Last auf. Er führt mir vor Augen, dass ich nicht gut genug bin. Er lässt mich glauben, ich sei es nicht würdig, in Gottes Gegenwart zu kommen.

Aber Jesus hat gesagt: „Es ist vollbracht!“

In diesen drei kleinen Worten steht so viel mehr, als wir oft begreifen.

In diesen Worten steckt: Deine Schuld ist bezahlt. Dir ist vergeben. Du kannst nichts tun, um das zu ändern.

Lasst uns so leben! Lasst uns uns nicht jedes Mal selbst verurteilen, wenn Jesus das Urteil doch schon längt getragen hat. Es ist vollbracht!

Ich lese gerade ein Buch von Bruder Lorenz*. Eigentlich geht es darum, in der Gegenwart Gottes zu leben. Was mich beeindruckt hat war jedoch einer seiner Randgedanken. Er schreibt, wenn er sündigt, bekennt er Gott seine Schuld und macht dann weiter, ohne sich weiter damit zu belasten. Im ersten Moment kommt uns das vielleicht vor, als winke er Schuld damit einfach ab, ohne sie ernst zu nehmen. Aber die Wahrheit ist, wenn wir um Vergebung bitten und uns trotzdem weiter Vorwürfe machen, nehmen wir Jesu Worte und seinen Tod am Kreuz nicht ernst!

Jesu Tod am Kreuz hatte den Sinn eine Verbindung zwischen uns und Gott herzustellen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mir Selbstvorwürfe mache, dann endet es eher in einer Distanzierung von Gott, als in Nähe zu ihm. Sollte uns daran nicht auffallen, dass etwas falsch läuft?

Wenn wir Jesu Worten glauben, dann können wir uns Gottes Thron mutig nahen. Wir müssen uns nicht vor Gott verstecken. Wir dürfen in seine Gegenwart kommen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Und wenn wir es wieder vermasseln, können wir es gleich nochmal versuchen.

Das bedeutet: „Es ist vollbracht!“ Wir müssen keine Zeit damit verschwenden, eine Schuld abzuarbeiten, die schon längst bezahlt worden ist. Vollkommen bezahlt. Nicht nur angezahlt.

Jesus hat deine Sünde am Kreuz getragen. Lasst uns auch so leben. In Freiheit, weil unsere Schuld bezahlt worden ist.

Es ist vollbracht.

 

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Ein Kommentar zu „Es ist vollbracht!

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