Gott hat keine Lieblingskinder

Wie viele Christen sind unzufrieden mit ihrer Beziehung mit Gott? Wir wünschen uns, ihn mehr zu erleben, seine Stimme klarer zu hören. Aber wir haben uns mit dem Ist-Zustand abgegeben. Wir denken, wir gehören halt nicht zu den wenigen Auserwählten, die, wie unsere biblischen Vorbilder, so eng mit ihm unterwegs sein können, so nah an seinem Mund sein können. Was, wenn ich dir sage, dass das eine Lüge ist, die der Feind mit viel Hingabe in deinem Kopf gesät hat und nun hütet wie seinen Augapfel?

Wie kommen wir auf die Idee, Gott würde uns nicht gerne näher bei sich haben wollen? Nicht gerne mehr zu uns reden wollen? Nicht gerne mehr sein Reich durch uns bauen und diese Welt durch uns verändern wollen? Die Bibel sagt uns etwas vollkommen anderes:

Gott liebt dich und nennt dich sein Kind:

Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich! ~1.Johannes 3,1a

Gottes Geist lebt in dir:

Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst. ~1.Korinther 6,19

 

Durch den Heiligen Geist hast du Zugang zu den Gedanken Gottes:

Es heißt ja in der Schrift: »Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben.« Uns aber hat Gott dieses Geheimnis durch seinen Geist enthüllt – durch den Geist, der alles erforscht, auch die verborgensten Gedanken Gottes. Nur Gottes Geist ist dazu imstande. Denn genauso, wie die Gedanken eines Menschen nur diesem Menschen selbst bekannt sind – und zwar durch den menschlichen Geist – , genauso kennt auch nur der Geist Gottes die Gedanken Gottes; niemand sonst hat sie je ergründet.  Wir aber haben diesen Geist erhalten – den Geist, der von Gott kommt, nicht den Geist der Welt. Darum können wir auch erkennen, was Gott uns in seiner Gnade alles geschenkt hat. Es heißt ja in der Schrift: »Wer hat jemals die Gedanken des Herrn ergründet? Wer wäre je imstande, ihn zu belehren?« Wir jedoch haben den Geist Christi bekommen, sodass uns seine Gedanken nicht verborgen sind. ~1.Korinther 2,9-12.16

Du hast eine Bestimmung, die du ausleben darfst:

Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen. ~Epheser 2,10

Wenn das so ist, warum sehen wir dann in unserem Leben so wenig davon?

Ich glaube, das hängt mit einer anderen Masche des Feindes zusammen: Er hat es geschafft uns zu überzeugen, dass wir Gott kaum mehr Aufmerksamkeit widmen. Wir sind so beschäftigt in unserem Alltag, dass wir meist keine Zeit mehr haben, uns in Ruhe mit Gott hinzusetzen. Und irgendwie denken wir, das sei okay. Schließlich leben wir nicht mehr unter dem Gesetz, oder? Wir müssen uns nicht täglich mindestens x Minuten Zeit für Gott nehmen. Davon hängt unser Heil nicht ab.

Das ist wahr. Aber deine Bestimmung hängt davon ab.

Gott liebt dich und freut sich auf die Ewigkeit mit dir, egal, ob du täglich 5 oder 50 Minuten mit ihm verbringst. Aber um dein Leben auf dieser Erde zu transformieren, reichen 5 Minuten nicht aus.

Wenn du einen gesunden, kräftigen Körper haben willst, nimmst du dir mehrfach die Woche Zeit, um daran zu arbeiten. Fünf Minuten täglich reichen für ein umfassendes Training nicht aus. Du kannst auch ohne leben, aber du wirst dein Ziel nicht erreichen.

Ähnlich ist es mit unserem Geist. Wir können leben, wenn wir uns mit Gott nur zum täglichen Check-Up treffen. Aber wir können unser Ziel, unsere Bestimmung nicht erreichen.

Wie auch? Wir geben ihm keine Möglichkeit, uns mit seinen Wahrheiten zu füllen. Wir geben ihm nicht die Möglichkeit zu uns zu sprechen und wann soll er denn mit uns träumen und uns in seine großen Pläne für uns einweihen, wenn wir ihm nicht zuhören?

Lasst uns Zeit für Gott einräumen. Lasst uns uns die Mühe machen, ihn zur Priorität zu machen, auch, wenn es uns etwas kostet.

Gott hat keine auserwählten Lieblinge. Er hat seinen Sohn für dich gegeben. Er will zu dir sprechen. Er will dich in deine Bestimmung führen. Willst du das auch?

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4 Kommentare zu „Gott hat keine Lieblingskinder

  1. Das hast Du einfach grossartig erklärt.
    Vielen lieben Dank ❤
    Aber da ist die verdammte Gier nach Mehr, und Mehr und Mehr von weltlichen Erlebnissen.
    Die Angst was zu versäumen, was Freude machen könnte, was befriedigen könnte, was die Leere im Herzen endlich ausfüllen könnte 😦

    1. Dankeschön 🙂
      Ich kenne die Angst, etwas zu verpassen. Ich weiß, dass klingt vielleicht, wie leere Worte, aber je mehr ich Jesus kennenlerne, desto mehr stelle ich fest, dass er alles übertrifft, was es da draußen geben könnte und ich würde das für nichts in der Welt tauschen wollen. Ich wünsche dir, dass er sich dir noch mehr offenbart und du erleben darfst, dass er diese Leere in dir überfließend füllt.
      Liebste Grüße

  2. Ein wundervoller Beitrag! Es stimmt, Gott kann hat mit jedem große Pläne und es hängt von uns ab ob wir mit ihm die Welt verändern oder nicht.
    Ich fand die Bilder, die du zum Vergleich gebracht hast sehr passend…Danke!

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